Newsarchiv




Fachtagung "Bildungsrisiko Armut: Was tut Not?"

Dienstag, 22. August 2017 - 11:58 Uhr


Herausforderungen und Ansätze für armutssensibles Handeln in frühkindlicher Bildung und Schule


Die Veranstaltung findet am Dienstag, 19. September 2017 von 14.30 bis 18.00 Uhr im Großen Saal der Arbeitskammer des Saarlandes, Fritz-Dobisch-Str. 6-8, 66111 Saarbrücken statt.

Bildung ist ein wesentlicher Schlüssel, um aus dem generationenübergreifenden Teufelskreis der Armut auszubrechen. Aber wer arm ist, hat es extrem schwer, diese zumindest formale Chance tatsächlich zu nutzen. Der Anteil an Kindern, die als armutsgefährdet gelten, ist trotz Wirtschaftswachstums nicht zurückgegangen, sondern hat sich zuletzt sogar leicht erhöht.

Insgesamt verfügen von Armut bedrohte Kinder längst nicht über dieselben Bildungschancen wie Gleichaltrige aus finanziell gesicherten Familien.Kinder in prekären Lebenslagen sind bereits im Vorschulalter häufig in ihrer gesundheitlichen Entwicklung eingeschränkt und wachsen nicht selten unter ungünstigen Wohnbedingungen auf. Auch der Zugang zu Kultur- und Freizeitaktivitäten ist durch einen Mangel an Ressourcen stark begrenzt. Dies hat negative Folgen für die gesamte Bildungsbiografie.

Kinderarmut ist immer auch Elternarmut. Insofern muss an verschiedenen politischen Ebenen angesetzt werden. KiTas und Schulen nehmen aber eine Schlüsselposition ein, um Teilhabebarrieren für Kinder abzubauen und Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Um diese Anforderungen zu bewältigen, benötigen sozialpädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte nicht nur ein Grundlagenwissen über Einkommensarmut und deren Folgen für die betroffenen Kinder und deren Familien. In der pädagogischen Praxis sind Kompetenzen gefragt, die ein armutssensibles Handeln ermöglichen. Sie benötigen aber auch Partner.  Im Verbund mit Angeboten der Frühen Hilfen, der Hilfen zur Erziehung, der Berufsorientierung und weiterer Partner gilt es, die Ressourcen bei Eltern und Kindern gleichermaßen zu stärken. Und wie? Darauf will die Fachtagung Antworten finden und Forderungen aufstellen.

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an
:
Fachkräfte der Kindertageseinrichtungen, Jugendhilfe, Familienbildung und Inklusion, Lehrkräfte aller Schulformen, Schulsozialarbeiter/innen, sozialpädagogische Fachkräfte der Schulen sowie Vertreter/innen der Elterngremien.

Weitere Informationen und Anmeldung


«« Zurück